Ein ganz neuer Look

Auszug aus dem ISB Geschäftsbericht 2016

Der Kreiswohnungsverband Rhein-Pfalz errichtet Schmuckstücke

In Schifferstadt ist moderner, bezahlbarer Wohnraum entstanden – und mehr Lebensqualität für die Mieterinnen und Mieter.

Man sieht schon von Weitem das Sonnengelb. Das leuchtende Rot. Die Farbakzente in Blau. Wer näher kommt, findet neu angelegte Parkplätze vor, einen Innenhof, viel Grün mit Spielplatz und Sitzbänken. Die beiden Häuser sehen so selbstverständlich freundlich und einladend aus – niemand würde auf die Idee kommen, dass dieses Grundstück noch vor gut einem Jahr als Schandfleck der Siedlung „Am Meisterschlag“ in Schifferstadt galt. Inmitten von gutbürgerlichen Einfamilienhäusern hatten heruntergekommene Wohnhäuser gestanden, ewig nicht renoviert, ohne vollständige Heizungen und Bäder. „Die waren abbruchreif, anders kann man es nicht ausdrücken“, erinnert sich Rosemarie Heltewig. Sie ist Geschäftsführerin vom Kreiswohnungsverband Rhein-Pfalz, der die schmucken Neubauten errichtet hat, über die sich jetzt die ganze Nachbarschaft freut.

Vor allem aber freuen sich die neuen Mieterinnen und Mieter – die ersten sind Ende April eingezogen, längst sind alle Wohnungen belegt. „Die Leute sind einfach nur begeistert, sie haben sich hier vom ersten Moment an wohl gefühlt“, so Rosemarie Heltewig. Insgesamt sind in den beiden Häusern zwölf Wohnungen entstanden, acht mit je 60 Quadratmetern und zwei Zimmern, die vier Dreizimmerwohnungen sind etwa 80 Quadratmeter groß. Jede einzelne strahlt modernes Flair aus: Boden in Holzoptik, freundliches Licht, tolle Bäder mit bodengleichen Duschen. Alle Wohnungen sind barrierefrei zu erreichen, das Obergeschoß mit einem kleinen Plattformlift. Die Energieversorgung ist modern und sparsam: „Wir haben einen Contracting-Vertrag über die Lieferung von Wärme abgeschlossen. Die Versorgung erfolgt über den Betrieb eines Mini-Blockheizkraftwerks.“ Und das alles zu bezahlbaren Mietpreisen: Kalt kostet der Quadratmeter 5,10 Euro, das ist deutlich unterhalb der ortsüblichen Mieten.

Enge Zusammenarbeit: Alexandra Wüst von der ISB und Rosemarie Heltewig vom Kreiswohnungsverband haben schon viele Projekte zusammen betreut.
Enge Zusammenarbeit: Alexandra Wüst von der ISB und Rosemarie Heltewig vom Kreiswohnungsverband haben schon viele Projekte zusammen betreut.

Dieser vergleichsweise niedrige Preis ist eine der Voraussetzungen dafür, dass der Kreiswohnungsverband für die Häuser „Am Meisterschlag“ sowohl ein günstiges Förderdarlehen als auch einen Tilgungszuschuss von der ISB bekommen hat. „Es ist ein wichtiges Ziel der Landesregierung, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, so Alexandra Wüst, Kundenbetreuerin für Wohnraumförderung bei der ISB. „Deshalb bieten wir als Förderinstitut mehrere Programme für private und institutionelle Investoren an, wenn sie später zu günstigen Konditionen vermieten.“ Neben der Einhaltung der Mietobergrenze wird vorausgesetzt, dass ausschließlich an Menschen mit Wohnberechtigungsschein vermietet wird – dabei sind die Einkommensgrenzen zum Erhalt dieses Scheins mittlerweile so großzügig bemessen, dass etwa drei Viertel der Rheinland-Pfälzer anspruchsberechtigt sind. „Das ist vielen Bürgerinnen und Bürgern, aber auch Investorinnen und Investoren“ nicht bewusst, so Alexandra Wüst.

Bei der Planung und Umsetzung der Projekte arbeitet die ISB eng mit Investoren und den Verbänden der Wohnungswirtschaft zusammen. „Wir haben sehr engen Kontakt sowohl zu privaten als auch zu kommunalen Unternehmen, deren Geschäftszweck es ist, Wohnungen zu errichten und zu vermieten“, so Alexandra Wüst. „Bei jedem Projekt treffen wir uns in der Planungsphase, um Fördermöglichkeiten zu besprechen, und sind dann während der gesamten Bauphase in Kontakt.“ Rosemarie Heltewig und Alexandra Wüst etwa kennen sich schon seit vielen Jahren, die beiden haben schon etliche Projekte gemeinsam betreut. Wie jetzt die neuen Häuser in Schifferstadt.

Trotz ihrer jahrelangen Erfahrung ist es für die Geschäftsführerin des Kreiswohnungsverbandes immer wieder etwas Besonderes, wenn ein Projekt fertig ist – Rosemarie Heltewig freut sich einfach über jeden Quadratmeter, auf dem neuer, schöner Wohnraum entsteht. Und sie freut sich, wenn die Menschen sich wohlfühlen – wie die neuen Mieterinnen und Mieter in den Häusern mit den leuchtenden Farben. Farben, die im Übrigen mehr sein werden als nur optische Highlights, da ist sich Rosemarie Heltewig sicher. Sie werden auch eine Art Identität geben und bald wird niemand mehr an die alten abbruchreifen Häuser denken, die dort noch vor Kurzem standen.

Leuchtende Farben als neues Markenzeichen
Leuchtende Farben als neues Markenzeichen
Früher abbruchreife Häuser, heute moderner Wohnraum - und die Nachbarschaft freut sich.
Früher abbruchreife Häuser, heute moderner Wohnraum - und die Nachbarschaft freut sich.

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Auszug aus dem ISB Geschäftsbericht 2016 als PDF